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Ortschaft Frankenhausen mit Gösau und Gosel

Einwohner: 1.147 (Stand: 30.06.2014)
Gesamtfläche: ca. 851 ha; Höhe: ca. 240 m ü. NN
 
Das Bild zeigt einen Kartenausschnitt vom Ortsteil Frankenhausen.
Hier werden verschiedene Bilder des Ortsteiles Frankenhausen gezeigt.

Frankenhausen entstand aus zwei beiderseits der Pleiße gelegenen Waldhufendörfern und wurde urkundlich erstmals erwähnt im Jahre 1271, als Rittersitz eines „Heinrici von Vrankenhusen“. In einer Urkunde des Staatsarchives von Weimar heißt es: „Dietrich von Landsberg hat einstmals mit seinem Bruder Albrecht das Gastrum Vrankenhausen wegen der fortwährend grausamen Überfälle auf ihr Gebiet und ihre Untertanen erobert und von Grund auf zerstört. Er stiftete dieses am 4. Mai 1276 den Nonnen von Grünberg als Kloster Frankenhausen“. 1292 waren die Nonnen von Grünberg nach Frankenhausen übersiedelt. 1410 brannte das Kloster ab und wurde danach wieder aufgebaut. Aus dieser Zeit stammen die Gebäude Klosterschule und Priorhaus.

Der südliche Teil der Ortschaft Frankenhausen ist übergangslos mit der Stadt Crimmitschau verbunden und hat hier sein dörfliches Gesicht verloren. Prägend ist das riesige Brückenbauwerk über das Pleißental, welches im Zuge des sechsstreifigen Ausbaues der Bundesautobahn A4 durch die DEGES neu entstand. Den Frankenhausener Ortsmittelpunkt bilden sozusagen der 2,8 ha große Hofteich - hier hatte übrigens in den zwanziger Jahren der Crimmitschauer Eishockeysport seine Wurzeln - das Ensemble Kirche mit Pfarre und Nebengebäuden, Schule und Kloster. Hier sind aber auch der Mühlgraben und eine wunderschöne Pleißenaue Ortsbild prägend.

Das Bild zeigt eine Ansicht des Hofteiches in Frankenhausen.

Eingebettet in Wiesen, Felder und Gehölze haben die Ortsteile Gösau und Gosel noch weitgehend dörflichen Charakter. Stattliche Bauernhöfe im fränkischen Baustil, zum Teil noch gut erhalten oder von ihren Besitzern wieder hergerichtet, zeugen vom einstigen Wohlstand und Fleiß des sächsisch-altenburgischen Bauernstandes. Besonders sehenswert ist im Ortsteil Gösau ein Gehöft mit angebautem Außenbackofen vom Anfang des 18. Jahrhunderts. Der kleine Dorfplatz wurde mit Mitteln der Dorfförderung erst vor wenigen Jahren zu einem ansprechenden Dorfmittelpunkt ausgebaut.

Gosel ist geprägt von schönen Fachwerkhöfen und Anwesen inmitten einer landschaftlich reizvollen Fluss- und Bachauenlandschaft. Über den Ortsteil Gosel erhebt sich der Bergsporn des Kiefernberges. Südlich darunter schließt sich der Bachlauf der Goseler Aue mit dem Naturdenkmal „Teufelshöhle“ an. - „Es handelt sich um eine Erosionshöhle des Baches am Prallhang. Es ist die typische präglaziale Schichtung der Kiese und Sande zu beobachten. Der natürliche Aufschluss erreicht die unter dem Tertiär liegenden Schichten“. - (Dr. W. Zahn) Bemerkenswert sind in Gosel aber auch die Beispiele der Umnutzung landwirtschaftlicher Neben- und Stallgebäude zu Wohnzwecken am Taleingang der Goseler Aue.

 
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