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Ortsteil Rudelswalde

Einwohner: 317 (Stand: 30.06.2014) Gesamtfläche: ca. 323 ha; Höhe: ca. 318 m ü. NN
 
Das Bild zeigt einen Kartenausschnitt vom Ortsteil Rudelswalde.
Rudelswalde oben

Das idyllisch oberhalb des Döbitzbaches gelegene Dorf Rudelswalde, eine deutsche Siedlung, ist seiner Anlage nach ein typisches Reihendorf, benannt nach dem Namen seines ersten Ansiedlers Rudolph. Die Schreibweise Rudelswalde, wie man sie bereits in den ersten Aufzeichnungen der seit 1578 vorhandenen Kirchenbücher vorfindet, hat sich Überlieferungen zufolge nur vorübergehend in „Rudelswalda“ oder „Rudelswaldau“ verändert. „Geschichtlich tritt der Ort zuerst durch seine Zugehörigkeit zu dem im Jahre 1220 durch Heinrich von Crimmitschau gegründeten St. Martins Augustinermönchskloster bei Crimmitschau hervor, welches 1478 durch Friedrich des Sanftmütigen Witwe Margaretha in ein Carthäuserkloster verwandelt wurde.“ - Neue Sächsische Kirchen-Galerie, Ephorie Werdau.

Die Böden, teils auf Lehm- und Kalkuntergrund, teils auf kiesiger sandiger Unterlage, gewährten von jeher gute landwirtschaftliche Erträge. Der kalkhaltige Untergrund veranlasste einige Landbesitzer in den Jahren 1742 bis 1744 Kalksteinbrüche und Kalkbrennereien (Kalköfen) anzulegen. Ebenso wurden Lehmgruben und Ziegeleien betrieben.

Während Rudelswalde früher ein ausgesprochenes Bauerndorf mit zahlreichen handwerklichen Nebengewerken war, ist der Ortsteil heute vor allem ein beliebter Wohnstandort mit gepflegten Fachwerkhöfen und schönen Einfamilienhäusern.

Das Ortszentrum bilden das neue Feuerwehrhaus und die 1811/12 errichtete Dorfkirche St. Katharinen, die seit 1992 saniert wird. Um die Wiederherstellung der in der St. Katharinen Kirche im Jahre 1861 errichteten Opitz-Orgel mit acht klingenden Registern bemüht sich der unlängst gegründete Förderverein.

Historisch bemerkenswert, besonders aus der Sicht des Denkmalschutzes, ist auch die Rudelswalder Wassermühle, in der noch heute, und zwar bereits in vierter Generation, Getreide zu Mehl gemahlen wird. Nachdem das alte Mühlrad 1968 durch Hochwasser zerstört wurde, arbeitet die Anlage heute mit elektrischem Antrieb.

Rudelswalde unten
 
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