GROSSE
KREISSTADT
 CRIMMITSCHAU
Crimmitschauer Rathaus  Theater Crimmitschau Einkaufszentrum - Roter Turm - Eingang zur 'Piazza' Renaissance-Portal Marktbrunnen mit Spinnerin - Wahrzeichen der ehemaligen Textilhochburg Agrar- und Freilichtmuseum - Schloss Blankenhain ETC - Crimmitschau
 ... wo Zukunft Tradition hat
  suchen Eine Seite zurück  Zur Startseite  Diese Seiten zu ihren Favoriten hinzufügen...  Diese Seite drucken...  Kontakt via Mailformular  Zur Anmeldung
Impressumenglische Version französische Version


 




140 Jahre Feuerwehr Langenreinsdorf

 
Zur Geschichte des Löschwesens im Ort
Erstmals wurde der Ort unter dem Namen Reynhardsdorf, später um 1240 als Rehnsdorf erwähnt. Wenngleich sich die Menschen zu allen Zeiten gegen Brände wehren mussten, so wurde die Brandbekämpfung früher den einzelnen Bürgern selbst überlassen.

Im Jahre 1713 gab es eine Anordnung vom Gerichtsschreiber Lindemann in der Dorfordnung, sechs Wasserspritzen auf die Güter zu verteilen. Weitere Eintragungen über die Anschaffung und Verteilung von Wasserspritzen, Leitern und Haken gibt es in der Chronik um 1719, 1764 und 1786. Anhand alter Dokumente, worin es heißt, Ledereimer ins Spritzenhaus zu schaffen, schließt man, dass 1809 bereits ein Spritzenhaus vorhanden war, dessen Standort allerdings nicht mehr nachvollziehbar ist. In Abrechnungen von 1849 findet man Ausgaben für verschiedene Arbeiten auf der Pfarre und im Spritzenhaus. Es wurden Haken für Wagendeichseln und Eimer angebracht. Auch eine Spritze war vorhanden. Die ersten Spritzenmeister waren Christoph Schaller und Carl Pinther. Für Fuhren mit der Spritze nach Teichdorf, Trünzig oder Werdau-Neustadt sind Ausgaben aufgeführt.

Am 10.05.1864 beschloss der Gemeinderat die Lokalfeuerordnung für die Feuer-Lösch-Anstalt zu Langenreinsdorf laut § 14. Dieser Tag wird als Gründungstag der Feuerwehr angesehen. Ein vom Gemeinderat gewählter Feuerwart leitete die gesamten Feuerlöschangelegenheiten. Zu diesem Zeitpunkt gab es eine vierrädrige und eine zweirädrige Handdruckspritze. Mitfahren durften nur der Kutscher und der Spritzenmeister. Alle anderen mussten laufen. Von 1864 an liegen Abrechnungen über Ein- und Ausgaben vor.

1884 wurde eine neue Spritze mit Hand- und Pferdedeichsel für 1.408 Mark angeschafft. Spritzenmeister war Julius Kaufmann. Seit der neuen Ordnung lt. § 24 gab es die Funktion eines Feuerlöschdirektors und eines Stellvertreters. Gemeindevorstand Carl Friedrich Kretschmar war gleichzeitig 1. Feuerlöschdirektor. 1926 wurden aufgrund von Mängelscheinen in den Gasthöfen Erler und Winkler Brandschutzkontrollen durchgeführt. Man konnte damals schon auf 447 Meter Hanfschlauch und 60 Meter älteren Schlauches zurückgreifen. Aus einem Verzeichnis von 1928 geht hervor, dass Arno Vogel Feuerlöschdirektor ist. Laut § 34 einer neuen Ordnung vom November 1928 bestand eine Pflichtfeuerwehr bis 1940. 1934 wurde ein Verein für Nothilfe bei Feuerschäden gegründet, dem allerdings nur Landwirte und Hausbesitzer beitreten konnten. 1936 gab es eine Erlaubnis für den Bau eines Schlauchtrockenturmes, der wegen Baufälligkeit dem Anbau eines Schulungsraumes ans Gerätehaus weichen musste. 1940 wurde nach einer Verfügung die Freiwillige Feuerwehr gegründet. Für 3.500 Reichsmark erhielt man damals vom Landratsamt Zwickau einen Tragkraftspritzenanhänger und 52 Ausrüstungen.

Nach Ende des 2. Weltkrieges gab es am 27.11.1945 für die FFW einen Wiederbeginn. Laut Aufzeichnungen im Dienstbuch von 1948 war zu dieser Zeit Paul Gebhardt Wehrleiter. 1959 erhielt man die Genehmigung zum 1. Anbau ans Gerätehaus. Im Jahr 1964 erhielt man einen ausgemusterten MTW K 27, der mit viel Aufwand und Mühe zu einem richtigen Feuerwehrauto aufgebaut wurde. 1982 wurde dann ein komplett bestücktes Auto LF8-TS8-STA in Dienst gestellt. Eine starke Frauengruppe wurde 1970 gegründet. Mehrmals wurde die Feuerwehr Langenreinsdorf mit dem Titel „Vorbildliche FFW“ ausgezeichnet und 1979 wurde die Leistungsstufe 1 abgelegt. Seit mehr als 35 Jahren hat ein 1966 geschlossener Freundschaftsvertrag mit der FFW Habartov (CSSR) Bestand. Ein Partnerschaftsvertrag mit der FFW Rothwind-Fassoldshof besteht seit 1993.

Seit der Eingemeindung nach Crimmitschau 1994 besteht ein gutes Verhältnis zur FFW der Stadt. Im Oktober 2001 erhielt die Ortsfeuerwehr eine neue Spritze TS 8/8 und es erfolgte die Modernisierung der Atemschutztechnik. Den letzten großen Brand gab es in Langenreinsdorf im Oktober 2002.

Quelle: Christian Götze, FFW Langenreinsdorf

FFW Langenreinsdorf anlässlich der 140-Jahr-Feier 4. – 6. Juni 2004
Foto: Engelhardt
 

 Ausschreibungen
Ausschreibungen
der Stadtverwaltung Crimmitschau im Bereich Immobilien u. Grundstücke

 Lehrstellenbörse
Jobbörse
Hier finden Schüler eine Übersicht zu Lehrstellen- und Praktikumsangeboten in Crimmitschau

 Pleißentalklinik Werdau

 Wetter Crimmitschau

 Stadtplan

 Parken im Stadtzentrum


© Stadt Crimmitschau 2012 Eine Seite zurück Nach oben