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Stadtrundgang - Herrengasse & Renaissanceportal

 
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Blick in die Herrengasse aus Richtung Marktplatz

Vom Taubenmarkt gelangen wir rechts in die Herrengasse, welche zu den fünf ältesten Gassen der Stadt gehört. Hier wohnten im Mittelalter die vornehmsten Bürger. Die Herrengasse wird 1627 noch Mittelgasse genannt. Erst 1707 taucht der Name „Herrengasse“ auf.
Auf der Seite des Renaissanceportals in Richtung Hotel „Mauritius“ erfolgte der Abriss vieler Häuser bereits Ende der 80er Jahre und wurde durch eine Neubebauung in der damals üblichen Plattenbauweise ersetzt.

Auf der gegenüberliegenden Seite wurden viele Häuser nach der Wende abgerissen und neue moderne Wohn- und Geschäftshäuser entstanden.
Ausdruck des damaligen Wohlstandes von Bürgern der Herrengasse ist das Renaissanceportal aus Sandstein, welches die Jahreszahl 1586 trägt. Das Original befand sich einst am Haus Herrengasse 1, dessen erster nachweislicher Besitzer Wolf Creuziger von 1504 – 1512 Bürgermeister und ab 1529 Altarmann (Kirchenvorsteher) war. Von 1906 – 1958 war das Haus im Besitz der Familie des Samenhändlers Haubensack, darum auch als „Haubensak´sches Haus“ bekannt. Die Besitzer gehörten wohl immer zu den wohlhabenden Bürgern. Das Portal ist das einzige seiner Art im Landkreis. Auf dem Kopfstück befindet sich die Inschrift „Meine Hilfe kommt vom Herrn, der gemacht hat Himmel und Erden“. Nach dem Abriss des Haubensak´schen Hauses im Jahr 1986 wurde es an die heutige Stelle versetzt. Bei dem äußeren Portal handelt es sich um eine Nachbildung, das Original befindet sich im Inneren Durchgang. In diesem Durchgang sind auch die Tafeln mit Nachbildungen des Textilarbeiterstreikes zu finden (siehe Seite Stadtrundgang Marktplatz).
Weiterhin ist das ehemalige Haus Herrengasse 1 mit einer Sage verbunden. Laut dieser soll im Jahr 1648 ein schwedischer Meldereiter, der den Crimmitschauern die Botschaft vom Westfälischen Frieden (Ende des Dreißigjährigen Krieges) brachte, laut trompetend auf seinem Pferd durch die Gassen gesprengt sein. Im Galopp soll das Pferd ein Hufeisen verloren haben, welches auf das Schindeldach geschleudert wurde und dort liegen blieb. Zur Erinnerung an diese Sage wurde eine Nachbildung des Hufeisens am Fenstersims über dem Portal angebracht.

Auf dem Bild sieht man das originale Portal am Haubensak´schen Haus und auf dem unteren Foto das neue nachgebildete Portal
 
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